2. Harzwanderung

Erstellt von Fred Kramer |

Harz-Wanderung 27. - 29. September 2019

Auch in diesem Jahr sind wir 2 Etappen auf dem Harzer Hexenstieg gewandert.

Übernachtet haben wir im Hotel „Harzer Land“ in Thale, Ortsteil Allrode.

Die Stadt Thale erhebt eine Kurtaxe von 3 € pro Tag und Person. Damit besteht die Möglichkeit, alle öffentlichen Verkehrsmittel im gesamten Harzkreis kostenlos zu benutzen.

  • Etappe: Thale-Altenbrak:

Diese Etappe ist 15,2 Kilometer lang und führt uns von Thale durch das idyllische Bodetal nach Altenbrak.
Das wildromantische Bodetal ist mit seinen teils bizarren Felsformationen neben dem Brocken ein weiterer Höhepunkt des Hexenstieges.

Wir starten in Thale auf einer Höhe von 180 Höhenmetern und erreichen Altenbrak auf einer Höhe von 320 Meter.
Der Schwierigkeitsgrad der Strecke ist als „Mittel“ eingestuft.

Mittagspause ist in einem Gasthaus in Treseburg, nach etwa 10 Kilometern, vorgesehen.

  • Etappe: Altenbrak-Rübeland:

Diese Etappe ist 17 Kilometer lang und führt uns entlang der Bode, vorbei an der Forellenzucht und Fischräucherei zur Staumauer Wendefurth, weiter über das Kreuztal nach Rübeland.
Hier haben wir Gelegenheit, die Hermanns- oder Baumannshöhle zu besichtigen. Auch diese Etappe wird als „Mittelschwer“ eingestuft. Höhenunterschiede von 100 Metern erwarten uns auf dieser Etappe.

Hier ein Bericht von Fred Kramer auch zu lesen in der nächsten Ausgabe vom Bechterew Journal

Gruppensprecher Gruppe Jena

Gekämpft und Erobert.

Wie in jedem Jahr, kurz vor dem 3.Oktober, absolvierten einige aktive Thüringer „Bechtis“, inclusive eines Gastes aus Franken, auch in diesem Jahr ihre traditionelle Herbstwanderung. Entstanden war die Idee zum 33-jährigen DVMB Jubiläum 33 km zu wandern. Dies hatte uns damals so gut gefallen, das wir daraufhin jedes Jahr solch eine Wanderung durchführten.

Nachdem dann in mehreren Etappen der Rennsteig „erwandert“ war, brauchten wir eine neue Herausforderung. Diese fand sich in Form des Harzer Hexenstiegs, welcher sich von Osterode im Westharz über den Brocken bis nach Thale im Ostharz am Ende des Bodetals hinzieht.

Die Auswahl der Etappen wurde in erster Linie bestimmt durch die Verfügbarkeit von Hotelkapazitäten in dieser Größenordnung, was im Harz nicht so einfach war. Im letzten Jahr führte uns die 1. Tour vom Torfhaus bis auf den Brocken und die 2. Tour vom Torfhaus bis Altenau. Dieses Jahr fanden wir in Allrode ein gemütliches Hotel mit reichhaltigem Frühstücksbuffet, wodurch die mit ca. 15km relativ langen Wanderetappen doch recht gut zu absolvieren waren.

Die 1. Tour verlief von Altenbrak über Treseburg durch das wildromantische Bodetal bis nach Thale. Leider konnten bei dieser Tour nicht alle „Bechtis“ wie geplant teilnehmen, da zeitgleich die Trauerfeier für unseren gerade verstorbenen langjährigen Thüringer Vorsitzenden Herbert Trautvetter stattfand und die engsten „Mitstreiter“ ihm die letzte Ehre erweisen wollten. Unsere Autos parkten wir frühmorgens in Thale und mit dem Bus fuhren wir hoch in die Berge bis nach Altenbrak.

Von dort aus ging es dann zügigen Schrittes immer entlang der Bode bis nach Treseburg. Hier kamen wir so zeitig an, dass an eine geplante „Mittagsrast“ nicht zu denken war, also wanderten wir kurzentschlossen weiter in Richtung Thale. Plötzlich tauchte am Wegesrand eine riesige Familie von Riesenschirmpilzen (Parasolpilze) auf, welche locker 2 Körbe gefüllt hätte. Wir verwendeten sie aber lediglich als Fotomotiv. Etwas problematisch gestaltete sich die Koordination der verschiedenen Konditionen. Einige aktive Wanderer liefen stramm vorneweg, während der eine oder andere Mühe hatte den Anschluss nicht zu verlieren.

Aber an richtig guten Aussichtspunkten, von denen es doch reichlich gab, konnte sich die ganze Gruppe wieder sammeln. Als wir dann endlich das Ende das Bodetals erreicht hatten, waren Hunger und Durst nicht mehr zu bremsen und der 1. Gasthof „Königsruh“ von uns sofort in Beschlag genommen. Da uns nach dieser ausgiebigen Pause noch genügend Zeit blieb, fand diese 1. Tour ihren krönenden Abschluss mit einer Fahrt in der neu errichteten Kabinenschwebebahn von Thale hoch auf den Hexentanzplatz. Das Wetter spielte mit und wir hatten von dort oben eine super Aussicht auf die umliegenden Berge und Täler.

Der einzige Wermutstropfen war der mittlerweile doch recht hohe „komerzialisierungsgrad“ von Hexentanzplatz und Talstation.

Aber unser Hauptaugenmerk lag ja auf der Bewegung und davon hatten alle reichlich.

Am nächsten Tag führte uns die 2. Tour, diesmal in vollzähliger Stärke, von Altenbrak bis Rübeland. Theoretisch immer entlang der Bode aber praktisch doch mit einigen recht steilen Berg- und Talpassagen versehen, wo der eine oder andere stöhnte: „nimmt das denn gar kein Ende?“. Auch hier wurde an der 1. Zwischenstation in Wendefurt gleich weitermarschiert, da unser Wanderleiter aus langjähriger Erfahrung wusste, wenn alle erstmal bei einem gemütlichen Bier beisammensitzen, stehen sie nicht so schnell wieder auf und unser Endziel Rübeland rückt in weite Ferne. Also munter weitermarschiert über die Wendefurter Talsperre in Richtung Neuwerk. Unterwegs genossen wir die schönen Ausblicke auf den Wendefurter Stausee und die große Staumauer der Rappbodetalsperre mit den „Harzdrenalin-Attraktionen“ für die „Adrenalin-Junkies“

Endlich in Hamburg, einem Ortsteil von Neuwerk, angekommen wurde erst einmal ein Unterstand gesucht und die Regencapes herausgeholt. Der bis dahin wohlwollende Petrus hatte alle Schleusen geöffnet und es hatte den Anschein, dass sich in absehbarer Zeit daran auch nichts ändert.

Unser Endziel Rübeland war nur noch 2,5 km entfernt, also wurde beschlossen dem Regen zu trotzen und mit Schirm und Cape bewaffnet weiterzuwandern.

Das widrige Wetter wurde mehr als kompensiert durch den leckeren Mittagstisch und den hausbackenen Kuchen in der Gaststätte Tannengrund in Rübeland.

Von dort aus traten wir auch wieder die Heimfahrt an, da einige Mitstreiter am Morgen ihre Autos dorthin gefahren hatten, da es leider keine direkte Busverbindung zwischen Altenbrak und Rübeland gibt.

Alles in allem war es eine schöne, wenn auch nicht ganz einfache Harzwanderung und wir hoffen in den nächsten beiden Jahren auch den Harzer Hexenstieg zu „vollenden“.

Fred Kramer

 

Zurück
IMG_0643.jpg
IMG_0646.jpg
IMG_0652.jpg
IMG_0655.jpg
IMG_0663.jpg
IMG_0701.jpg
IMG_0713.jpg
IMG_0773.jpg
IMG_0670.jpg
IMG_0674.jpg
IMG_0723.jpg
IMG_0782.jpg