3.Bechterew Tag in Jena
Bereits zum dritten Mal veranstaltete Professor Dr. Smolenski, Leiter des Institutes für Physiotherapie der Friedrich-Schiller Universität und der Landesverband Thüringen der Deutschen Vereinigung Morbus Bechterew den Jenaer Bechterew Tag.
Wie zu jeder Veranstaltung hat Professor Smolenski ein interessantes Paket an Vorträgen zusammengestellt und hochkarätige Dozenten gewinnen können. Professor Dr. Hein, Leiter der Abteilung Rheumatologie der Klinik für Innere Medizin der Friedrich-Schiller-Universität referierte über medikamentöse Ansätze bei Rheumatischen Erkrankungen. Zu Beginn stellte er kurz die Erkrankung Bechterew vor. In Deutschland sind etwa 1 Mio. Menschen an Bechterew erkrankt, 100.000-150.000 Patienten mit der Diagnose “Morbus Bechterew“ sind jedoch nur erfasst. Die Diagnosedauer liegt immer noch bei 5 bis 7 Jahren. Weiterhin ging er auf die Behandlung mit TNF-α Blockern ein und erläuterte die Voraussetzungen, die für den Einsatz der Medikamente zu erfüllen sind.
Frau Dr. Gabriele Harke berichtete in Ihrem Vortrag über neue Erkenntnissen in der Manuellen Therapie zur Behandlung des Morbus Bechterew. Vom Institut für Physikalische Medizin der Martin-Luther-Universität Halle war Professor Mau nach Jena gekommen. In seinem Vortrag erläuterte er den Stand der Forschung in seinem Fachgebiet. Er erläuterte die Datenerhebung mittels BASDAI und BASFI. Interessant waren seine Auswertungen neuer Studien zum Morbus Bechterew. In weiteren Ausführungen erläuterte er Studien zu Behandlungen im Gasteiner Heilstollen. Leider werden in Thüringen Reha- Maßnahmen in Bad Gastein von den Krankenkassen gar nicht oder sehr zögerlich beschieden. Für die Berufstätigen in unserem Verband waren die Ausführungen Von Dr. Müller, m&i-Fachlinik Bad Liebenstein sehr interessant. Thema war die Beurteilung der arbeitsplatz-bezogenen Leistungsfähigkeit und Rehabilitation. Aus diesem Themenkreis war in der Ver-gangenheit noch kein Vortrag angeboten worden. Auf Nachfrage erläuterte Dr. Müller die Beurteilung der Leistungsfähigkeit von Bechterew-Erkrankten, die Büroarbeiten ausführen. Diese Frage berührte (und berührt) viele unserer Patienten bei der Beantragung einer EU-Rente. Da die Zeit schon fortgeschritten war, konnte Dr. Norman Best vom Institut für Physiotherapie der FSU Jena nur kurz über alternative Therapieverfahren wie „Taping“ und Lasertherapie berichten.
Dr. Steffen Derlien vom Institut für Physiotherapie berichtete - leider auch nur kurz - über die Medizinische Trainingstherapie und Anwendung für Patienten, die an Morbus Bechterew erkrankt sind. Zu allen Vorträgen konnten Fragen gestellt werden und die Referenten standen auch nach den Veranstaltungen für Diskussionen zur Verfügung. Wir freuen uns, dass Prof. Smolenski seine Bereitschaft erklärt hat, in einem angemessenen Zeitraum einen weiteren Bechterew-Tag in Jena zu veranstalten.
Von unseren Mitgliedern können dazu Themenvorschläge an den Landesverband eingereicht werden.
Wir möchten uns bei allen Referenten und bei Prof. Dr. Smolenski für die gelungene Veranstaltung bedanken. Auch ein Dank geht an alle Mitpatienten und Physiotherapeuten, die an dieser Veranstal-tung teilgenommen haben.
T. Walter – Beisitzer Vorstand LV u. Gruppensprecher Gr. Jena


