Die letzte Etappe auf dem Harzer Hexenstieg

Erstellt von Fred Kramer |

Wie schon in den vergangenen Jahren, traf sich auch in diesem Jahr der „harte Kern“ der Wanderfreudigsten Thüringer Bechti‘s am letzten September Wochenende, 
in dem kleinen Ort Wolfshagen im Harz, um die letzten beiden Etappen unserer Harzer Hexenstieg-Wanderung in Angriff zu nehmen.
 
Diesmal begann unsere Wanderung in Osterode und führte entlang des historischen Hundscher Weges bis zum Marienblick. 
Der Anstieg hier war schon einmal die erste Herausforderung dieser Etappe.
Weiter ging es vorbei an Lerbach, wo wir leider nicht einkehren konnten, da (wahrscheinlich) Coronabedingt die in Frage kommende Gaststätte geschlossen war.
Aber dank unserer Marschverpflegung (incl. einer Flasche selbstgemachten Schlehenlikörs und selbstgebackener Müsliriegel) war auch dies gut verschmerzbar. 
Zu Beginn der Etappe war der umgebende Wald auch noch halbwegs intakt.

Hinter Lerbach ging es vorbei an Buntenbock zur Bergstadt Clausthal Zellerfeld, unserem Ziel der ersten Etappe. Beeindruckend war dort die große blaue Holzkirche.
 
Die evangelisch-lutherische Marktkirche zum Heiligen Geist ist die historische Hauptkirche im Ortsteil Clausthal der Bergstadt Clausthal-Zellerfeld. Sie ist die größte Holzkirche Deutschlands und gehört durch ihre Architektur und Ausstattung zu den bedeutendsten Baudenkmälern des norddeutschen Barocks.
Inclusive des Weges zu unseren in Clausthal Zellerfeld parkenden Autos sind wir am ersten Tag ca. 15 km und 500 Höhenmeter erwandert. Alle 18 Teilnehmer haben trotz diverser Handicaps tapfer durchgehalten und die Gesamtstrecke bewältigt.
Nach einem leckeren Abendessen im Hotel Gruber konnten wir über Nacht Kraft tanken für die zweite und letzte Etappe unserer Hexenstieg-Wanderung. Diese führte uns von Clausthal Zellerfeld direkt an Teichen, Gräben und Wasserläufen der "Oberharzer Wasserwirtschaft" vorbei zur Bergstadt Altenau. 
Das Highlight dieser Etappe war der „Sperberhaier Damm“. Das von Hand aufgeschüttete imposante Bauwerk diente einst zur Wasserversorgung der Clausthaler Bergwerke. Ebenso wie die zahlreichen Teiche, Gräben und Wasserläufe (= unterirdische Kanäle) des UNESCO-Welterbes "Oberharzer Wasserwirtschaft".
Die Mundlöcher, Ein- und Austrittsstellen des Wassers in die Unterwelt, sind teilweise noch erkennbar.
Am Ende des Dammes konnten wir im „Sperberhaier Dammhaus“ wo uns Thomas und Gudrun Walter bereits erwarteten, bei schönstem sonnigem Herbstwetter unsere wohlverdiente Mittagspause einlegen.
 
Gut gestärkt ging es dann weiter in Richtung Altenau, wo wir trotz zwischenzeitlicher Meinungsverschiedenheiten über die „Richtigkeit“ des eingeschlagenen Weges (die Beschilderung war manchmal zweideutig oder fehlte ganz bzw. erst ca. 100 m nachdem wir den richtigen Weg eingeschlagen hatten, gab es eine Bestätigung durch entsprechende Hinweisschilder) alle gemeinsam an der „Therme Heißer Brocken“ ankamen.  Von dort aus ging es dann mit dem Bus wieder nach Clausthal Zellerfeld zu unseren dort geparkten Autos, um die Heimreise anzutreten.
Mit dieser, insgesamt fast 18 km langen Etappe fand unsere mehrjährige Harzer Hexenstieg Tour ihren Abschluss. Da alle Teilnehmer der Meinung waren, diese Art von Aktivität weiterzuführen, wurde geplant, im nächsten Jahr den “Werra Burgen Steig“, beginnend am südlichen Ende, anzugehen.
 

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Herbstliches bunt in Wolfshagen
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Fotopause
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Holzkirche
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Im späteren Verlauf bot sich jedoch für uns ein zutiefst erschreckendes Bild
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Müden Füßen wurde zwischenzeitlich eine erholsame Erfrischung gegönnt, wie auch hier von Fred und Ina in vollen Zügen aus- geschöpft.
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